HTBU – SCW 1:3  (14:25, 22:25, 25:19, 20:25)

Dunkle Wolken am Wentorfer Volleyball-Himmel. Coach Wierich gibt nach zwei Saisons als Dauerbrenner an der Seitenlinie berufsbedingt sein Abwesenheitsdebut. Statt Hamburger Hallenmief reicht es hoffentlich für ein kühles Radeberger zwischen Frauenkirche und Semperoper. Die Mannschaft muss also zeigen, dass man improvisieren kann.

Interimstrainer Harmuth wird am Spieltag tatkräftig von Katharina Schulze (1. Damen SC Wentorf) unterstützt und das Duo konnte spielerisch aus dem Vollen schöpfen. Man machte sich mit 12 Spielern und ausgewogener Verteilung auf alle Positionen angriffslustig ans Werk. Mit dem heutigen Gastgeber aus Barmbeck-Uhlenhorst hatte man noch eine Rechnung zu begleichen, zeigte man in der vergangenen Saison doch das schlechteste Heimspiel der jüngeren Geschichte und verlor verdient mit 1:3. Dabei war man sowohl an sich selbst als auch an der Erfahrung der älteren Generation gescheitert. Dies sollte heute geradegerückt werden, um die ersten Punkte der noch jungen Saison einzufahren.

Gesagt, getan. Erster Satz, 0:4, Auszeit Wentorf! Jedes Spiel der gleiche Mist! Man kommt einfach schwer rein ins Spiel. Einmal tief durchgeatmet, neu fokussiert und schon ist man bei 7:7 angekommen. Kurz danach folgt die erste Führung, die man bis Satzende auch nicht mehr hergibt. Wenige Eigenfehler, gute Blockarbeit und ein Gegner, der sehr harmlos agiert. Zweiter Satz, ähnliches Bild. Das Niveau ist auf beiden Seiten ausbaufähig, jedoch schleichen sich bei den Wentorfern jetzt einige Unkonzentriertheiten ein. Der Satz wird trotz dessen gewonnen, aber deutlich knapper als zuvor.

Man wird das Gefühl nicht los, dass dieses Spiel trotz zwei Sätzen Vorsprung noch lange nicht zu Ende ist. Folgerichtig wird für den dritten Satz die gesamte Breite des Kaders genutzt, um frische Kräfte aufs Feld und das Spiel nach Hause zu bringen. Klappt bestens, 19:25, Nachsitzen! Vierter Satz, jetzt aber. Endlich ist Zug im Spiel und Druck im Angriff. Auch der Gegner haut jetzt alles rein. Auf einmal sieht das nach einem Volleyballspiel aus. Auf beiden Seiten wird viel vom Boden gekratzt und einige Ballwechsel sind lange hart umkämpft. Die Wentorfer sind dabei wiederholt die Sieger und können mit Satzende dann den ersten Saisonerfolg feiern.

Zusammenfassend bleibt ein verdienter Auswärtssieg – und das ohne Trainer. Da muss sich Coach Wierich seinen Platz an der Seitenlinie in den nächsten Wochen erstmal zurückerobern. 😉 Weiter geht’s am 30.11. mit zwei Heimspielen gegen Grün Weiß Eimsbüttel 3 und den TSV Wandsetal.

Es spielten: Aarns, Bernegger, Brüggmann, Gerstmann, Harmuth, Hartlieb, Köhler, Krause, Mann, Rahimifard, Schlink, Voigt