25.01.2020

SCW – TSV Sasel                 3:0 (25:19, 25:13, 25:18)
SCW – Friedrichsgabe      3:1 (27:25, 23:25, 25:12, 25:16)

Heimspieltag im Gymnasium! Der Blick auf die Tabelle ließ vermuten, dass die Rollen heute klar verteilt sein werden. Mit dem TSV Sasel (Tabellen-7.) und dem SV Friedrichsgabe (8.) waren zwei Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel zu Gast, gegen die sich die Wentorfer keine Blöße geben wollten. Nach der durchwachsenen Leistung im ersten Spiel des Jahres versammelte man sich heute mit dem Anspruch in der Halle, das eigene Können vollständig abzurufen. Und dieses Mal war es wirklich voll. Selten hat man zum Spieltag 14 Mann aufgeboten, von denen ausnahmslos jeder in der Startsechs hätte stehen können. Eine undankbare Aufgabe für Coach Wierich und die betroffenen Spieler, die nicht ins Spielgeschehen eingreifen durften, ihre Mannschaft aber bedingungslos unterstützten.

Hinein ins erste Spiel. Die Jungs aus Sasel kennt man nun schon einige Jahre – vor allem aus gemeinsamen Schlachten in der Bezirksliga, in denen meist die Nord-Hamburger das bessere Ende für sich hatten. In den letzten Jahren hat sich auf beiden Seiten des Netztes jedoch Einiges verändert. Während die Wentorfer jedes Jahr schlagkräftige Zugänge integriert haben, hat auf Saseler Seite das Verletzungspech zugeschlagen. So kämpft man nach dem Aufstieg im letzten Jahr diese Saison direkt gegen den Abstieg. Eine Situation, die die Wentorfer noch gut kennen, auf die aber heute keine Rücksicht genommen wurde. Schnell lag man im ersten Satz mit 3-4 Punkten in Führung und ließ keine Zweifel am Heimsieg aufkommen. Variables Angriffsspiel und gute Blockarbeit zeichneten das Spiel der Gastgeber auch im zweiten Satz aus. Selbst einige Wechsel in der Satzpause brachten keinen Bruch ins Spiel und der Heimsieg war in kürzester Zeit in Sack und Tüten. Die drei Punkte wandern dieses Mal verdient auf das Wentorfer Konto. Unsere Freunde aus Sasel werden ihre Punkte in anderen Hallen holen müssen.

Bereit für Spiel 2? Mit Friedrichsgabe gab es ein direktes Wiedersehen, nach dem man vor zwei Wochen bereits das Hinspiel klar gewinnen konnte. Zusätzlich den ersten Sieg des Tages im Rücken, war man auf Wentorfer Seite sehr siegesgewiss. Zu sehr, wie sich schnell herausstellen sollte. Die Gäste präsentierten sich stark verbessert und konnten vor allem in der Feldabwehr viele Bälle eindrucksvoll im Spiel halten. Bereits mit Satzbeginn liefen die Wentorfer konstant 3-4 Punkten hinterher, schafften es aber „pünktlich“ zum Satzende auszugleichen und den Satz in der Verlängerung noch zu gewinnen. Der erhoffte Weckruf blieb aber aus. Friedrichsgabe kam immer besser ins Spiel und auf Wentorfer Seite häuften sich die Fehler. Wie mehrfach angesprochen müssen vor allem die Annahmen deutlich höher sein, dann wäre der Rest eigentlich nur noch Formsache. Folgerichtig jedoch der verdiente Satzverlust und Druck, erneut Punkte liegen zu lassen. Ob der deutliche Leistungsunterschied ab Satz drei dann an schwindenden Kräften der Gäste oder erhöhter Konzentration und etwas Frust auf Wentorfer Seite lag, lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären. Ist auch egal, denn am Ende zählen nur die drei Punkte. Dabei konnten die Zuschauer auch noch ein paar schöne Punkte bestaunen, die für den durchwachsenen Spielbeginn entschädigten.

„Im ersten Spiel haben wir heute eine sehr solide Leistung abgerufen und den Gegner nie ins Spiel kommen lassen“, erklärte Coach Wierich zufrieden. „Das zweite Spiel sind wir dann zu unkonzentriert angegangen und haben es uns selbst viel schwerer gemacht, als es wohl nötig gewesen wäre“, fasste er treffend und abschließend zusammen.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung gilt es Hartlieb und Schlink auf Grund ihrer konzentrierten und fast fehlerfreien Vorstellungen hervorzuheben. Hut ab vor der Leistung unserer Youngster, die sich nach und nach zu echten Leistungsträgern entwickelt haben. Und abschließend noch eine kleine Randnotiz: Nach der Zitterpartie in der letzten Saison, ist der Klassenerhalt in diesem Jahr bereits nach 10 Spieltagen sicher. Ein schöner erster Meilenstein in einer jetzt schon erfolgreichen Saison. Bereits nächste Woche geht es weiter, wenn die Wentorfer am ungewohnten Sonntag beim TSV Wandsetal vorspielen.

Es spielten: Aarns, Albrecht, Bernegger, Brüggmann, Gerstmann, Harmuth, Hartlieb, Hauke, Köhler, Krause, Mann, Rahimifard, Schlink, Voigt