22.02.2020

TSV Sasel – SCW 2     0:3 (23:25 17:25 17:25)

Der aufmerksame Leser der Spielberichte muss sich langsam fragen, ob die 2. Herren des SC Wentorf aktuell keine anderen Hobbys haben. Nicht nur gefühlt, sondern auch „in Echt“ geht man derzeit wöchentlich auf Punkteklau in der Hansestadt. Dieses Wochenende war man zu Gast beim TSV Sasel, der als Tabellen-7. aktuell noch gegen den Abstieg kämpft. Die Wentorfer hatten jedoch Nichts zu verschenken, durfte man doch noch mit einem Auge in Richtung Platz 1 schielen. Zusätzlich hatte man mit dem Gastgeber noch eine offene Rechnung zu begleichen, hat man in der Halle am Redder zu Bezirks- und Kreisligazeiten zu oft deutliche Niederlagen einstecken müssen

Dass die Saison dem Ende entgegen geht und die Mannschaft nach 5 Auswärtsspielen am Stück etwas müde wirkt, zeigte die Verfügbarkeit am Freitagabend. Laut Spielerliste standen 9 Mann zur Verfügung (Samstag vormittag meldete sich zusätzlich Rogowski einsatzbereit). Angesichts der für diese Saison minimalsten Besetzung war Coach Wierich gezwungen, das Ersatztrikot überzustreifen. Er machte seiner Mannschaft damit schon vor Spielbeginn deutlich, dass er keine Unkonzentriertheiten dulde und sich bei einer abzeichnenden Niederlage auch selber einwechseln würde.

Wie seit etwa drei Wochen spielte die Mannschaft auch heute völlig unaufgeregt, mit wenig Fehlern und folgerichtig erfolgreich. Zeitweile könnte man aber meinen, dass es auf dem Feld auch etwas zu lethargisch zu geht. Nichtsdestotrotz ist man auf den Punkt wach, wenn es drauf ankommt. So auch in Satz 1 in dem beide Mannschaften lange Zeit Seite an Seite Punkte sammeln und sich niemand einen entscheidenden Vorteil verschaffen kann. Wie in der Vorwoche gelang es den Wentorfern jedoch zum Satzende, in den entscheidenden Situationen den Ball im gegnerischen Feld unterzubringen. „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ beschreibt diesen Satz sehr treffend. 1:0 in Führung aber trotzdem (und berechtigterweise) nicht zufrieden mit dem Spielverlauf.

Das Coach Wierich nach Ende der 3-minütigen Satzpause nicht persönlich auf dem Feld steht, liegt einzig daran, dass er es in dieser Zeit nicht aus seiner langen Trainingshose schafft. Die Mannschaft nimmt den Weckruf folgerichtig sehr ernst und gibt gleich zu Beginn der Sätze 2 und 3 mächtig Gas. Schnell erarbeitet man sich einen beruhigenden Vorsprung, den man gegen harmlose Gastgeber mit wenig Aufwand verwalten kann.

„13 Siege in Folge sind eine super Leistung. Jetzt wollen wir am letzten Spieltag zu Hause auch den Tabellenführer schlagen und damit motiviert das Relegationsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga angehen“ freute sich Coach Werich nach Spielende schon auf den Saisonabschluss. Platz 2 ist fix, die Pflicht somit erfüllt. Gegen den aktuell ungeschlagenen Tabellenführer und nun bereits feststehenden Meister vom Walddörfer SV wollen es die Wentorfer aber nochmal krachen lassen. Zum Heimspiel am 28. März wird dann ebenfalls der TSC Wellingsbüttel zu Gast sein. Kommt vorbei und feiert das Ende einer tollen Saison.

Es spielten: Aarns, Albrecht, Bernegger, Brüggmann, Gerstmann, Harmuth, Hartlieb, Mann, Rogowski, Voigt