08.02.2020

Ariana SV – SCW 2     0:3 (19:25, 15:25, 18:25)

Vor den Wentorfern lag an diesem Wochenende das Gastspiel beim Ariana SV, dem Tabellen-9., den man in dieser Saison zu Hause bereits deutlich schlagen konnte. Trotz einiger Absagen war man mit einer schlagkräftigen Truppe angereist. Selbst Hauke feierte sein Ligadebut außerhalb der eigenen Halle und konnte sich mit seiner ruhigen und abgeklärten Spielweise vor allem in der Feldabwehr häufig auszeichnen. Ein kleineres Problem bereitete den Gästen die dauerhaft kalte Halle in der Bandwirker Straße, der aktuell wohl einzige Ort in Hamburg, an dem man den Winter noch live erleben kann. Da halfen vereinzelt nur Thermoleggins beim Warmmachen und die Vorgabe vom Trainer, durch viel Bewegung und Einsatzbereitschaft im Spiel auf Temperatur zu kommen.

Mit Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen tun sich die Wentorfer jedoch gewohnheitsgemäß etwas schwerer. In der aktuellen Saison wurde der eigene Rhythmus dem Gegner selten aufgezwungen. Man passte sich mit fortlaufendem Spielverlauf eher bequem an deren Spielweise an. Das führt zwar zu soliden Punkt- und auch Spielgewinnen, lässt aber viel Souveränität und Spielfreude vermissen, die die Truppe im Normalfall an den Tag legt. Im Vergleich zum Hinspiel, dass die Wentorfer souverän mit nur 37 Gegenpunkten erfolgreich gestalteten, waren es heute insgesamt 52. Klingt auf den ersten Blick souverän. Man muss aber festhalten, dass dabei mind. 15 Punkte durch übereifrig verschlagene Angriffe und unnötige Netzfehler an den Gegner verschenkt wurden. Eine Quote, die der Mannschaft gegen einen anderen Kontrahenten durchaus das Spiel kosten kann.

Nichtsdestotrotz stand am Ende ein souveräner Auswärtssieg, der schnell erzählt ist und in großen Teilen an das Gastspiel beim SV Friedrichsgabe erinnerte. Konzentriert und vereinzelt sogar mit ansehnlichen Aufschlagserien agierte man in jedem Satz von Beginn an in Führung liegend. Die Angriffe von Ariana waren gut vorherzusehen und stellten die Wentorfer Feldverteidigung selten vor Probleme. Die oben angesprochenen Eigenfehler und eine erneut zu tiefe Annahme verhinderten jedoch, dass man sich weit absetzen konnte. Dafür fehlt es aktuell etwas an Konzentration und dieser „unbekümmerten Spielfreude“.

„Pflichtsieg und Haken dran“, fand Coach Wierich kurze und prägnante, aber auch passende Worte.  „Jetzt ab unter die Dusche und aufwärmen“ schloss er voller Vorfreude, ohne zu ahnen, dass es nur noch kaltes Wasser gab.

Die Auswärtstournee geht bereits nächsten Samstag mit dem Spiel bei Grün-Weiß Eimsbüttel in die nächste Runde.

Es spielten: Aarns, Albrecht, Bernegger, Brüggmann, Gerstmann, Harmuth, Hauke, Rahimifard, Schlink, Voigt